Radio Feature „Wir übernehmen nicht“

 

Schaltet ein am Sonntag, um 23:05 bei Bayern 2, HR2 Kultur, RBB Kulturradio, MDR Kultur, NDR Kultur, Nordwest Radio, SR2, SWR2 oder WDR3 und hört unser Feature „Wir übernehmen nicht“. That’s right, im Rahmen des ARD Radiofestival 2017 / Radiolab läuft die Sendung auf ALLEN Kulturwellen. Den tollen Teaser hat Regisseur Benjamin Teske gemacht, redaktionell betreut haben uns Mareike Maage und Oliver Reisch.

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Wir übernehmen nicht! // Die Epilog // Volksbühne

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Eure Macht ist uns zu blöd:

Wir übernehmen nicht.

Die Epilog mit einer szenischen Lesung zur Dekonstruktion der Generation.

Von allen Seiten wird an jede Alterskohorte eine Bestimmung herangetragen, ein Marktwert, eine Kennzeichnung. Zwar glaubt man oft, dass diese Beschreibungen auf die eigene Lebenssituation zutreffen. Das heißt aber nicht, dass sie deswegen weniger konstruiert sind. Die Epilog hebt im Roten Salon der Volksbühne dazu an, diese Konstruktion auseinanderzubauen. Mit Abrissbirnen, Tamagochis, iPhones, Kurt Cobain, einem glitzermäßig starbesetzten Chor, einer narratrice fatale, live Musikkritik und null retardierenden Momenten.

Tickets gibts HIER

Prosanova 2017 | meermoabit sagt: […] der Release-Veranstaltung der Zeitschrift die Epilog zu ihrer Ausgabe über die Generation Golf trat ein Chor (This is […]

Wir kommen. Thema: Generation

Am 27. März 2017 erscheint Die Epilog Ausgabe Nr. 6 — am Bahnhof und überall, wo es gute Zeitschriften gibt.

 

Ausgabe6

 

 

Bequem, verwöhnt, unfähig und überfordert: So sind wir, erzählt man uns. Und jetzt? Jetzt werden wir langsam alt. Die nächsten stehen schon parat. Wir verschwinden in der Schublade. Großes „Y“ drauf. Weg. Bevor es aber zu Ende geht, würden wir gern noch die eine oder andere Sache klarstellen. Denn: Wir, die Ys von Die Epilog, haben uns das lange genug angesehen. Zeit, in Ausgabe 6 für klare Verhältnisse zu sorgen. Was die eigene Generation angeht. Was die frühere, die nachfolgende angeht. Was den Begriff „Generation“ an sich angeht.

Dekonstruieren, was für unsere „Generation“ gehalten wird — und rekonstruieren, was am Ende davon übrig bleibt. Play, Pause, Rewind, Fast Forward — in vier Kapiteln kommen Lebenspraktikant*innen, Bürgerskinder auf Ketamin, Vatermörder, Verweiger*innen zu Wort: Wir geben der Pluralität von Erfahrungen Raum, die jeder Generationsname verwischt.

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Wir kommen — Thema: Generation

Snippet_Pre-Release

Am 27. März 2017 erscheint Die Epilog Ausgabe N°6 — am Bahnhof und überall, wo es gute Zeitschriften gibt. Pre-Release feiern wir schon eine Woche vorher in Leipzig, unter anderem auf der Buchmesse. Hier die Veranstaltungen im Überblick.

 

Pre-Release-Dates Leipzig:

 

23.—26.03.2017
Donnerstag bis Sonntag, jeweils 10:00—18:00 Uhr
Buchmesse Leipzig

Halle 05 Stand G102


Amore

23.03.2017
Donnerstag ab 21:30 Uhr
Amore — Magazine & Pizza

Pre-Release-Party
PEKAR
Facebook-Event
mit: EDIT, BLOCK Magazin, Das Wetter – Magazin für Text und Musik & Bella Triste

 

25.03.2017
Samstag ab 12 Uhr
It’s a book, it’s a fair, it’s a room built to share.

It’s A Book Independent Publishing Fair
HGB Leipzig
Facebook-Event

 

→ ab 27.03.2017: Official Release

Bundesweit im Bahnhofsbuchandel und überall, wo es gute Zeitschriften gibt!

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Call for Entries: Generation


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Die Epilog ist zurück. Mit der alten Mischung aus Angriffslust und Abgeklärtheit geht es wieder um kulturtheoretisch informierte, dichte Beschreibungen von Phänomenen und Objekten des Gesellschaftswandels. Für die sechste Ausgabe, die im Frühjahr 2017 erscheint, suchen wir neue Stimmen und neue Perspektiven. Eure.

Wir wollen dafür sein! Und wenn’s nicht anders geht, gerne auch dagegen. Eine Frage haben wir allerdings vorab: Wer sind „wir“ eigentlich? Sicher nicht die langweiligen Babyboomer, klar. Wir sind eher einer dieser Buchstaben am Ende des Alphabets. In Wirklichkeit aber doch eigentlich gar nichts von allem. Wir sind die, die nach der Postmoderne kommen. Wir sind die, für die Heterogenität voll normal ist, globalisiert, vernetzt, voller Power zur Prokrastination. Auf jeden Fall kein Marketing-Gag von weichgespülten Hornbrillenträgern aus Hamburg oder so. Wir sind Dachdeckergesell*innen und Ethnologie-Abbrecher*innen, Digital Natives und Buchladen-Hipster. Wir haben Zeit für Fernbusreisen und lassen uns daneben auch mal für die „sinnstiftende (Non-Profit-)Arbeit“ ausbeuten. Und klar ist: Bei all der Beschäftigung mit uns selbst denken wir viel darüber nach, was in der Welt passiert, und haben eine Haltung dazu. In Die Epilog Nummer 6 „Generation“ dröseln wir auf, was uns fehlt, bei all den Definitionen draußen im Äther. Wir dekonstruieren, rekonstruieren, fabulieren und projizieren Bilder/Schemata/knallharte Fakten in unser „wir“ – ohne es ständig in den Mund zu nehmen. Schickt uns Eure Texte! De-/Rekonstruiert Eure Generation! Lasst das nicht jemand anderes machen …

Wir sind offen für Eure Ideen für epilogische Texte – schräg Gedachtes, Essayistisches, Kluges. Sendet Eure kurzen Abstracts (Richtwert: 500–700 Zeichen) bitte bis Montag, 7.11., an ed.go1501036981lipe-1501036981eid@r1501036981enier1501036981g1501036981: Worum geht es in Eurem Beitrag, welches Format soll es sein, was ist die Pointe? Wir informieren Euch dann zeitnah, ob Euer Text seinen Platz in der kommenden Epilog findet.

 

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Ein Netzschmöker »Genie des Alltags«

Foto: Michael Paul Romstöck

Foto: Michael Paul Romstöck

von Fabian Ebeling

Das Problem ist auf den ersten Blick eine Lappalie. Wie soll das Sofa stehen, das Regal? Wie die Kommode und die kleine Truhe mit der Zimmerpflanze drauf? Wo kommt der raumgreifende Schreibtisch hin und wie lassen sich Arbeit und Entspannung in diesem Zimmer elegant trennen? Gemütlich soll es ja auch sein. Bildungsfreude darf es auch vermitteln: Die Leselampe kommt auf jeden Fall neben das Sofa. Man will hier ja nicht nur wohnen, sondern auch leben, und das möglichst angenehm.

Die scheinbare Lappalie gewinnt jedoch schnell an Schwere. Entscheidungen müssen getroffen werden. Häufig muss sich mehr als ein Mensch hier wohlfühlen können. Spätere Reibereien durch mehr oder weniger aufwendiges Möbelrücken wollen vermieden werden. Ein gemeinsamer Geschmack, ein Lebensgefühl drückt sich auch durch die Gestaltung des Raumes aus. Damit tragen auch Sofa, Schreibtisch und Kommode mehr als nur ihr physisches Gewicht. Sie gewinnen an symbolischer Masse, die äußerst gewissenhaft bewegt werden muss.

Droht ein Konflikt zwischen Sofa und Regal, droht er auch zwischen Weltbildern, so möchte man vermuten. Eine Wolke des Schweigens zieht auf; leichtes Unbehagen breitet sich aus. Niemand möchte sich offen über den Geschmack des anderen erheben – höchstens heimlich. Das schwarz laminierte Jugendzimmer war halt noch nie auf der Höhe der Mode. Nicht mal, als es entworfen wurde. Stillstand. „Was, wenn das Sofa dem Regal gegenübersteht, an der Wand die Kommode, Zimmerpflanze daneben?“, bricht es aus einem Beteiligten heraus, und ein helles Licht erleuchtet den Raum. Man wird von einer Idee begeistert, die eine schwer wiegende Lappalie unvermittelt in gegenseitiges Wohlgefallen auflöst.

Wieder war es nicht die logische Schlussfolgerung, das durchdachte Argument, das zur Lösung führte. Es war die Eingebung. Die erhellende Klarheit aus dem düsteren Nichts: ein Geistesblitz. Die Geister, die in einen hineinfahren, springen gerne auch auf Anwesende über. Plötzlich fügen sich die Dinge. Alles gewinnt eine selbstverständliche Ordnung. Die symbolische Masse der Möbel lastet leichter auf den Schultern, sie unterschreitet vielleicht gar das physische Gewicht, das nun mit neuem Elan bewegt wird. Die Dinge geraten mit der richtigen Ordnung in Einklang. Der Raum strahlt eine ausgewogene Ruhe aus, die Massen sind gut verteilt. Das Zimmer wird zu einem einladenden Ort. All dies dank einer strahlenden Eingebung, eines Moments absoluter, ansteckender Klarheit.

Geistesblitze sind zauberhafte Momente, sie gehen über den Augenblick hinaus. Sie machen Dinge spannender und einfacher zugleich, sie lösen zerfahrene Situationen des täglichen Lebens in natürlicher Ordnung auf. Großartige Selbstbildung braucht es in diesen Momenten gar nicht: Alle sind wir manchmal ein Genie des Alltags.

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